Bereits zum zehnten Mal jährt sich dieser symbolische Tag, der vom World Wide Fund for Nature (WWF) 2016 ins Leben gerufen wurde. Demnach landet jedes Jahr die Menge an Lebensmitteln, die von Jahresbeginn bis zum 2. Mai produziert wird, im Müll. Und nicht nur das: auch die wertvollen Ressourcen, die in den Lebensmitteln enthalten sind, wie Wasser, Energie, landwirtschaftliche Fläche und Arbeitskraft, gehen verloren.
Weltweit landen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – also auf dem Weg vom Acker bis zum Teller – rund ein Drittel der erzeugten Nahrungsmittel im Müll (Schätzungen der Vereinten Nationen). In Deutschland werden in Privathaushalten jährlich rund 75 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf weggeworfen (Statistisches Bundesamt, 2024). Oder anders gesagt: pro Kopf und Jahr werden in Deutschland Lebensmittel im Wert von 350 Euro weggeworfen! (Wert basiert auf Hochrechnungen für das Bezugsjahr 2023) Damit könnte man z. B. 16 Mal ins Kino (inklusive Popcorn) oder 70 Mal einen Kaffee trinken gehen.
Noch genießbare Lebensmittel wegzuwerfen ist auch ethisch nicht vertretbar, denn noch immer leiden weltweit rund 630 Millionen Menschen Hunger (Brot für die Welt). Der Aktionstag macht daher auf einen bewussten und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam.
Das Land Baden-Württemberg engagiert sich seit mehreren Jahren aktiv gegen Lebensmittelverschwendung. Mit der Strategie „Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft“, die im September 2025 verabschiedet wurde, möchte das Land zusätzliche Impulse setzen, indem die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette in den Blick genommen wird.
Weitere Informationen und praktische Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung finden Sie unter www.lebensmittelretter-bw.de.