Dem ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Landesregierung zufolge sind in Baden-Württemberg 14,7 % der Bevölkerung von relativer Einkommensarmut betroffen. Der Wert hat sich seit Veröffentlichung des Berichts auf 16,4 % erhöht. 2021 konnte sich ein Zehntel der Bevölkerung in Baden-Württemberg (10,1 %) nicht jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch oder eine hochwertige vegetarische Mahlzeit leisten. Armutsgefährdete Personen sind überdurchschnittlich ernährungsarm (Baden-Württemberg: 25,4 %, Deutschland: 22,5 %).
Unser Ernährungsbotschafter Prof. Dr. Eckart Hammer, Autor und Coach, nimmt sich stellvertretend für viele Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberg der wichtigen Frage an, wie Ernährungsarmut begegnet werden kann.
Entwicklungsrisiken wie ungesunde Ernährung, Übergewicht oder Verhaltensauffälligkeiten treten bei sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen häufiger auf. Eine soziallagenbezogene Gesundheitsförderung kann helfen, gesundheitliche Ungleichheiten abzubauen. Diese findet zu erst in den Lebenswelten wie Kitas und Schulen statt. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat zudem mit „Fit im Alltag“ ein Workshop-Konzept entwickelt und getestet, das nun etabliert und verstetigt werden soll. Die Umsetzung des Konzepts „Fit im Alltag“ erfordert eine gute Zusammenarbeit mit Partnern der Gesundheitsförderung und sozialen Arbeit vor Ort, die Zugangswege zu den Zielgruppen bieten.
Zum GesellschaftsReport BW 1 – 2023: Armut als Ernährungsrisiko in Baden-Württemberg
Zu „Starke Kinder – chancenreich“ - Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg
Zum Projekt „Fit im Alltag"
Gemeinsam aktiv werden
In Baden-Württemberg haben sich gemeinschaftliche Essens- und Kochangebote für Menschen mit Armutserfahrung bewährt.
Ein Flyer stellt die Erfahrungen eines Förderaufrufes des Sozialministeriums zusammen.
Tipps für zu Hause
Entdecken Sie leckere und preisgünstige Rezepte für sich zu Hause in der Broschüre "Einfach gute Rezeptle".